Information für Schulen

Worum geht es bei dem Projekt?

Mit dem gesellschaftlichen Ziel, ökologisch nachhaltigere Lebensstile anzunehmen, sind Verhaltensänderungen in verschiedenen Konsumbereichen des privaten Lebens verbunden. Die Aktivitäten eines Menschen entwickeln sich jedoch nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen sich gegenseitig: Die Durchführung einer bestimmten Umweltaktivität kann Aktivitäten in anderen Bereichen auslösen – sogenannte Spillover- oder Rebound-Effekte.

So kann beispielsweise der Verzehr von weniger Fleisch eine Person dazu veranlassen, noch ehrgeizigere Verhaltensweisen anzunehmen, wie zum Beispiel mehr regionale und biologische Produkte zu kaufen. Umgekehrt könnte aber auch der Effekt eintreten, dass jemand, der sich zu sehr umweltbewusster Ernährung entschließt, der Meinung ist, damit seinen Beitrag geleistet zu haben und deshalb zum Beispiel beim Transport nicht auf Umweltschutz achtet.

Für Politik und andere Entscheidungsträger ist es von großer Wichtigkeit abschätzen zu können, welche Spillover Effekte bei bestimmten umweltrelevanten Verhaltensweisen zu erwarten sind. Dies soll in dem vorgestellten Projekt genauer untersucht werden.

Was ist die Zielgruppe des Projekts?

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler in (Vor-)Maturaklassen. Auch wenn der Handlungsspielraum von jungen Menschen von ihrer Umgebung noch beschränkt wird, spielen sie dennoch eine zentrale Rolle. Junge Menschen werden bald als erwachsene Bürgerinnen und Bürger und Entscheidungsträgerinnen und -träger die Gesellschaft von morgen gestalten. Sie werden als wichtige Akteurinnen und Akteure über Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit der modernen Welt entscheiden. Außerdem bedeutet die Phase des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt oder eine weiterführende Ausbildung einen Umbruch in der Biographie eines jungen Menschen, an dem das eigene Verhalten grundlegend reflektiert und gegebenenfalls verändert werden kann.

Wie können sich Schulen beteiligen?

Von Februar bis Mai 2020 fand die erste Befragungswelle an den Schulen statt. Teils wurde der Fragebogen innerhalb einer Schulstunde am PC ausgefüllt, teils aufgrund der Corona-Quarantäne als Online-Fragebogen zuhause. Bei dieser Befragung wurden auch die Schülerinnen und Schüler um ihre Kontaktdaten gebeten, um sie ein Jahr später erneut kontaktieren und befragen zu können. Dadurch ist es uns möglich, Einstellung und Verhalten zum ersten Messzeitpunkt mit dem Verhalten zum zweiten Messzeitpunkt in Beziehung zu setzen und so wichtige Rückschlüsse auf die Entwicklung des umweltbezogenen Verhaltens ableiten zu können.

Welche Vorteile haben die Schulen?

Factsheets fassen ausgewählte Ergebnisse der ersten Befragungswelle zusammen:

Gesamtergebnisse

Ergebnisse BG/BRG Fürstenfeld

Ergebnisse KLEX Klusemann Extern

Ergebnisse BRG Kepler

Ergebnisse BG/BRG/BORG Köflach

Ergebnisse HAK Weiz

Ergebnisse HTBLA Weiz

Die Universität Innsbruck, Departement für Geographie, entwickelt ein Spillover-Lernprogramm, um Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, ihre eigenen Konsumentscheidungen zu reflektieren und zu hinterfragen. Die aus diesem Projektteil entstehenden Lehrunterlagen, stellen wir allen beteiligten Schulen natürlich gerne und kostenlos zur Verfügung.

Wer sind Ihre AnsprechpartnerInnen?

JOANNEUM RESEARCH: Befragung für die Längsschnittstudie
Dr. Sebastian Seebauer: sebastian.seebauer@joanneum.at Tel. +43 316 876 7654
Dr. Michael Brenner-Fließer, michael.brenner-fliesser@joanneum.at, Tel +43 316 876 7639

Universität Innsbruck: Projektunterricht
Lukas Fritz M.Sc.: Lukas.Fritz@uibk.ac.at Tel.: +43-512-507-54054